Mittwoch, 30.05.2012

Nicht jeder Panel-PC ist ein Food-PC

Welche Kriterien ein Panel-PC für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie erfüllen sollte.

Panel-PC finden in der Lebensmittel-Industrie immer mehr Verwendung, schließlich ermöglichen sie deutliche Effizienzsteigerungen in der Produktion
sowie die ständige elektronische Dokumentation zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit aller relevanten Fertigungsschritte, wie sie Bestandteil modernen Qualitätsmanagements und in ISO 22000 festgeschrieben ist.
Doch bei der Wahl dieser Food-PC gibt es einiges zu beachten.
Was also zeichnet einen optimal an den Einsatz in der
Lebensmittelproduktion angepassten Panel-PC aus?

Panel-PC werden in der Lebensmittelindustrie vor allem
zur Betriebsdatenerfassung, für Shop Floor Anwendungen
wie MES/Arbeitsvorbereitung und Rezeptverwaltung,
Prozessvisualisierung oder zur Qualitätskontrolle
und Dokumentation eingesetzt. Aber auch als Front-End
der Steuerung einer Maschine und Produktionsanlage
sind Panel-PC geeignet. Ebenso vielfältig wie die
Anwendungsmöglichkeiten ist auch das Angebot an Panel-PC.
Doch nicht jeder Panel-PC ist für den Einsatz
in der Lebensmittelproduktion geeignet.
Die angebotenen Systeme unterscheiden sich zum Teil erheblich.
Und auch wenn jedes Einsatzgebiet, jede Applikation,
mitunter ganz spezifische Anforderungen stellt,
lassen sich gewisse grundlegende Kriterien aufstellen,
die ein Panel-PC erfüllen muss,
um sich für den Einsatz als Food-PC auszuzeichnen.
Der nachstehende Kriterienkatalog für einen optimal
an den Einsatz in der Lebensmittelproduktion
angepassten Panel-PC soll daher als Entscheidungshilfe
bei der Suche nach dem geeigneten System dienen.

Hygiene als oberste Maxime
Die Lebensmittelskandale der jüngsten Vergangenheit
haben eins deutlich gezeigt:
Hygienische Produktionsbedingungen müssen bei der Herstellung
von Lebensmitteln oberste Maxime sein.
Und wenn man optimale Hygiene im Produktionsumfeld erreichen will,
spielt jede Stellschraube eine entscheidende Rolle.
Dies betrifft und gerade die eingesetzten Panel-PC.
Schließlich werden die PC zumeist in unmittelbarer Nähe
der Lebensmittel eingesetzt. Außerdem berühren Mitarbeiter
häufig abwechselnd die PC und dann wieder die zu verarbeitenden
Lebensmittel – hier drohen Kreuzkontaminationen.
Unter Hygiene-Gesichtspunkten sind Panel-PC ideal,
die über ein durchdachtes Hygienic Design verfügen.
Dies beginnt mit der optimalen Ausgestaltung des PC-Gehäuses.
Dies umfasst zum einen die Wahl des Gehäusematerials
– aufgrund seiner hygienischen Materialeigenschaften empfiehlt
sich hier V2A Edelstahl – und zum anderen ein komplett
geschlossenes und glattes Gehäuse-Design ohne Lüftungsschlitze
oder Fugen – selbst zwischen Display und Gehäuse.
Durch ein solches hygienisches Design werden Sammelstellen
für Schmutz und Staub von vorneherein vermieden
und die gründliche Reinigung erleichtert.
 
Der passende Schutzgrad
Zur gründlichen Reinigung werden Flüssigkeiten wie Wasser,
Reinigungs- oder Desinfektionsmittel eingesetzt.
Damit diese nicht in den PC gelangen und die verbaute Technik
beschädigen, muss das Gehäuse entsprechend geschützt sein.
Für gewöhnliche Wischreinigung ist ein Schutz nach IP65 Standard ausreichend.
Bei der Reinigung werden in der Lebensmittelindustrie
aber häufig Hochdruckreiniger eingesetzt.
Diese ermöglichen eine schnellere, gründlichere
und somit effizientere Reinigung. Das Problem dabei:
Rechner mit IP65 Schutz halten nur Strahlwasser stand,
bei der Hochdruckreinigung wirkt das Wasser hingegen mit einem Druck
von oft rund 100 Bar auf die PC ein. Wo also mit Hochdruckreinigern
mit mehr Power gesäubert wird, müssen die PC besser vor der
mechanischen Einwirkung geschützt sein.
Dazu behelfen sich viele Unternehmen mit zusätzlichen
Schutzverkleidungen für die PC. Diese sind jedoch kostspielig, 
sperrig und machen auch die Bedienung umständlicher:
Um über den PC eine Aktion zu starten, muss die Verkleidung
zuerst geöffnet und anschließend wieder geschlossen werden. Die ideale Lösung ist das nicht. Besser sind also Panel-PCs,
die über einen Staub- und Feuchtigkeitsversiegelung
nach dem Industrieschutzgrad IP69k verfügen.
Dadurch sind die PCs geschützt gegen das Eindringen (IP)
von Staub (Kennziffer 6) und widerstehen Hochdruckreinigung
bei geringem Abstand (Kennziffer 9) und mit hoher Wassertemperatur (k).
Um diesen höchsten Schutzgrad zu erreichen, müssen die PC
einem Strahl standhalten können der aus 10cm Entfernung
mit 100 bar Wasserdruck, einem Wasserdurch?uss von ca. 15 l/min
sowie einer Wassertemperatur von 80°C auf das Gehäuse trifft.
Die Gehäuse-Front mit IP69k Schutz auszustatten
ist alleine schon eine Herausforderung.
Richtig ambitioniert aber ist die Entwicklung eines
rundum geschützten Food-PC. Denn hierbei stellt der Schutz
der ausgeführten Schnittstellen ein besonderes Problem dar.


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